TS Jahn München gewinnt mit 89:65 – Paula Süßmann überzeugt mit einem Double-Double
Nach zwei Wochen Spielpause aufgrund des Pokalwochenendes stand für die Rhein-Main Baskets die Auswärtsfahrt zum TS Jahn München auf dem Programm. Während die Münchnerinnen bereits einen Saisonsieg verbuchen konnten, warteten die Baskets noch auf ihren ersten Erfolg. Auch in München gelang es den Hessinnen nicht, die ersten Punkte der Saison einzufahren. Am Ende mussten sie sich mit 65:89 geschlagen geben.
Mit Jule Seegräber, Paula Süßmann, Nika Carstens, Monika Wotzlaw und Marlen Weber in der Starting Five erwischten die Baskets keinen guten Start. Offensiv war zunächst vor allem Paula Süßmann präsent, die die ersten sechs Punkte ihres Teams erzielte. München nutzte die anfänglichen Schwierigkeiten konsequent aus und kam durch einfache Abschlüsse schnell zu einer Führung. Dabei setzten die Gastgeberinnen die Baskets mit einer aggressiven Ganzfeldpresse früh unter Druck.
Anna Mihaleszko brachte die Rhein-Main Baskets mit zwei erfolgreichen Dreiern zurück ins Spiel. Die Gäste kämpften sich zwischenzeitlich wieder heran, konnten den Rückstand aber nicht entscheidend verkürzen. Mit 25:17 für den TS Jahn München ging es in die erste Viertelpause.
Der Start ins zweite Viertel verlief für die Baskets erneut denkbar ungünstig. Zwei Ballverluste und gute Aktionen ermöglichten München einen schnellen 10:0-Lauf, der die Gastgeberinnen auf 33:17 davonziehen ließ. Die Ganzfeldpresse stellte die Hessinnen vor große Probleme: Immer wieder gelang es ihnen nur schwer, den Ball kontrolliert über die Mittellinie zu bringen. Headcoach Domi Feric reagierte früh mit einer Auszeit, um den Münchner Lauf zu unterbrechen.
Die Gastgeberinnen wirkten in dieser Phase wacher und entschlossener. Die Baskets fanden kaum Lösungen gegen den engagierten Druck und kamen offensiv nur schwer in ihren Rhythmus. Anna Mihaleszko sorgte mit einem weiteren Dreier für wichtige Punkte. Monika Wotzlaw legte nach einem schönen Pass von Paula Süßmann nach und brachte die Baskets wieder näher heran. München blieb jedoch gefährlich und nutzte einfache Screens und Cuts zum Korb, um immer wieder zu leichten Punkten zu kommen. Bei den Baskets fehlte es dagegen häufig an gegenseitiger Unterstützung und Konsequenz bei den Abschlüssen. Auch die zwischenzeitlich gewählte Zonenverteidigung zeigte nur begrenzte Wirkung.
In der Schlussphase der ersten Halbzeit setzte Jule Seegräber mit einem Dreier ein wichtiges Zeichen. Monika Wotzlaw zog anschließend entschlossen zum Korb, stoppte ab und verwandelte ihren Sprungwurf. In der letzten Sekunde kam Maria Perner jedoch zu einem einfachen Korbleger und stellte den Halbzeitstand auf 47:34 für den TS Jahn München.
Nach dem Seitenwechsel versuchten die Baskets, den Rückstand zu verkürzen. Jule Seegräber traf ihren zweiten Dreier und nach zwei Punkten von Monika Wotzlaw bediente Seegräber mit einem schönen Pass Paula Süßmann, die den Korbleger samt erfolgreichem Bonusfreiwurf verwandelte. Beim Stand von 52:43 schien wieder etwas Bewegung in die Partie zu kommen.
Doch die Hoffnung auf eine Aufholjagd hielt nicht lange an. Erneute Ballverluste ermöglichten München einfache Punkte. Die Gastgeberinnen antworteten auf die Annäherungsversuche der Baskets mit konsequentem Offensivspiel und hielten den Abstand aufrecht. Ein Dreier von Maria Perner und weitere Ballverluste der Gäste ließen den Rückstand wieder anwachsen. Jule Seegräber setzte mit einem weiteren Distanztreffer zwar ein Zeichen, doch München blieb überlegen und baute die Führung weiter aus. Mit 74:51 ging es in das letzte Viertel.
Paula Süßmann eröffnete den Schlussabschnitt mit sechs Punkten und zeigte weiterhin ihre offensive Bedeutung für die Baskets. Eine echte Aufholjagd kam allerdings nicht mehr zustande. Die Münchnerinnen kontrollierten das Spiel, während die Baskets sowohl offensiv als auch defensiv zu selten Lösungen fanden. Die Partie verlor in der Schlussphase zunehmend an Spannung. Am Ende stand eine deutliche 89:65-Niederlage für die Rhein-Main Baskets.
Ein Blick auf die Statistik verdeutlicht die Probleme der Gäste. Insgesamt leisteten sich die Baskets 27 Ballverluste, mit denen sie den Münchnerinnen immer wieder einfache Abschlüsse ermöglichten. Auch von außen fehlte die nötige Treffsicherheit: Nur sieben von 25 Dreipunktewürfen fanden ihr Ziel, was einer Quote von 28 Prozent entspricht. Die intensive Münchner Verteidigung mit insgesamt 20 Steals setzte die Baskets zusätzlich unter Druck und machte deutlich, wie schwer sie sich mit der aggressiven Spielweise der Gastgeberinnen taten.
Offensiv war Paula Süßmann die herausragende Spielerin der Rhein-Main Baskets. Sie erzielte starke 25 Punkte und holte elf Rebounds, womit ihr ein Double-Double gelang. Monika Wotzlaw steuerte elf Punkte bei. Insgesamt war die offensive Ausbeute der Baskets jedoch zu gering, um München ernsthaft in Gefahr zu bringen. Auch defensiv fanden die Hessinnen zu selten Zugriff auf das Spiel der Gastgeberinnen.
Auf Münchner Seite verteilte sich die Punkteausbeute deutlich breiter. Natalie Kleemann-Say erzielte 17 Punkte, Emma Steinbicker kam auf 16, Maria Perner auf 15 und Anna Matic auf 13 Punkte.
Für die Rhein-Main Baskets gilt es nun, die Fehler aufzuarbeiten und den Blick nach vorne zu richten. Am kommenden Samstag steht das nächste Heimspiel gegen Wasserburg an. Tip-off ist um 16:00 Uhr im Sportpark Oberlinden in Langen. Gerade jetzt brauchen die Baskets die Unterstützung von den Rängen. Gemeinsam mit den Fans im Rücken soll der nächste Anlauf gelingen, den ersten Saisonsieg einzufahren. Die Mannschaft freut sich über jede Unterstützung!

