Im Hessenderby gegen die SG Weiterstadt-Kronberg mussten sich die Rhein-Main Baskets mit 58:50 geschlagen geben. Nervös und zerfahren starteten die Baskets in die Partie, spielten ohne Struktur in der Offense, nur selten mit voller Intensität in der Defense und ließen sich Fastbreak nach Fastbreak durch der Gastgeber überrennen. Auch eine Auszeit konnte das Chaos nicht schlichten, so dass die Gäste bereits nach dem ersten Viertel einem zweistelligen Rückstand hinterher rannten (22:11, 10.Min). Im zweiten Viertel schaffte es die Rhein-Main Truppe endlich, disziplinierter und strukturierter die gegnerische Zone auszuspielen und konnte so den Rückstand auf 33:26 (20.Min) verkürzen.

Nach der Pausenansprache ein ähnliches Spiel: Zone auf der Weiterstadt-Kronberger Seite, fehlende Treffsicherheit jenseits der Dreierlinie und unzählige durch Fehlpässe selbst vereitelte Fastbreaks auf der anderen. Durch körperliche Überlegenheit unter den Brettern konnte sich die Mannschaft um das Trainertrio Qureshi/Schwaab/Rhein trotzdem zwischenzeitlich rankämpfen (47:43, 39.Min). Leider setzte sich das Bild auch im letzten Spielabschnitt fort. Zwar arbeiteten sich die Gäste mehrfach auf Schlagdistanz ran (53:50, 37.Min), schafften es aber wie schon im Spiel gegen Rhöndorf wieder nicht, in der entscheidenden Phase offensiv die Nerven zu behalten. So mussten sie sich letztlich 58:50 geschlagen geben.

Trainerin Sarah Qureshi fasst das Spiel wie folgt zusammen: „Wir sind das gesamte Spiel dem mehr als bescheidenen ersten Viertel hinterher gerannt und viel zu selten das in der Offense gezeigt, was wir eigentlich können und trainiert haben. Mit 50 Punkten gewinnt man auf diesem Niveau einfach kein Spiel!“

Nach der bitteren Niederlage werden sich die Rhein-Main Baskets nun sammeln und intensiv auf das Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Ludwigsburg (28.11.) vorbereiten. Ein Sieg zum Abschluss der Hinrunde muss dringend her, will man die Chancen auf einen der begehrten ersten drei Plätze offen halten.

Es spielten: Bentz, Fischer, Johanns 4 (2 von 2 FW), Krentz, Lincoln, Maier 12 (5/8, 1 Dreier), Müller, Rössner 2, Ruf 13 (5/6), Sonntag 8 (0/1), Wotzlaw 11 (2/3, 1)