Starke Aufholjagd bleibt unbelohnt – Jada Smith führt Jena mit 32 Punkten zum Heimsieg
Für die Rhein-Main Baskets stand ein wichtiges Auswärtsspiel auf dem Programm. Als Tabellenletzter gastierten sie beim Tabellen-Vorletzten aus Jena. Beide Mannschaften wollten wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Die Ausgangslage war für die Baskets zusätzlich erschwert, denn neben der weiterhin verletzten Johanna Kirchner mussten sie auch auf Emma Torney und Anna Mihaleszko verzichten.
Zu Beginn entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Marlen Weber setzte offensiv Akzente und die Baskets hielten mit den Gastgeberinnen mit. Doch Jena fand zunehmend besser ins Spiel und nutzte vor allem das höhere Tempo, um mit schnellen Angriffen und zahlreichen Fastbreaks zu einfachen Punkten zu kommen.
So konnten sich die Gastgeberinnen bereits im ersten Viertel auf 16:6 absetzen. Jena baute den Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf 20:6 aus. Laura Funk hielt mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf dagegen und verkürzte auf 20:9. Die Baskets ließen sich nicht völlig abschütteln und kämpften weiter. Mit 22:14 für Jena endete der erste Spielabschnitt.
Im zweiten Viertel gelang es den Rhein-Main Baskets zunächst nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Jena hielt den Abstand über weite Strecken bei rund zehn Punkten und führte zwischenzeitlich mit 28:19. Doch die Baskets gaben sich nicht geschlagen: Kyra Graf traf einen wichtigen Dreier zum 28:22, ehe Elisa Hummel mit einem Korbleger weiter auf 28:24 verkürzte. Hummel zeigte bis dahin eine starke Leistung und überzeugte sowohl beim Rebounding als auch in der Offensive.
Die Gastgeberinnen reagierten jedoch mit einer Auszeit und fanden anschließend wieder besser in ihren Rhythmus. Jena setzte sich erneut ab und konnte den Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf 14 Punkte ausbauen. Weiterhin bereitete vor allem die US-amerikanische Spielmacherin Jada Smith den Baskets große Probleme. Sie prägte das Spiel der Gastgeberinnen und hatte bis zur Halbzeit bereits rund 17 Punkte erzielt. Mit 46:34 für Jena ging es in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeberinnen zunächst den besseren Start. Jenas Nummer 2, Elza Bierina, eröffnete das dritte Viertel mit zwei Punkten. Paula Süßmann antwortete mit zwei verwandelten Freiwürfen. Ein weiterer Korbleger von Elisa Hummel und ein anschließender Dreier von Kyra Graf brachten die Baskets wieder näher heran.
In der Folge blieb der Rückstand zunächst meist im Bereich von zehn bis 14 Punkten. Doch die Rhein-Main Baskets ließen nicht locker. Mit einem weiteren Dreier von Kyra Graf, wichtigen Freiwürfen von Jule Seegräber und einer deutlich verbesserten Defensivleistung kämpften sie sich Stück für Stück zurück in die Partie. Zum Ende des dritten Viertels war der Rückstand auf nur noch fünf Punkte geschmolzen: 60:55 für Jena.
Die Hoffnung auf eine Wende erhielt im Schlussviertel allerdings schnell einen Dämpfer. Jena konterte direkt und baute die Führung zunächst auf 64:55 aus. Die Baskets mussten sich erneut herankämpfen, während die Gastgeberinnen zwischenzeitlich wieder auf zehn Punkte davonzogen. Doch die Hessinnen gaben sich weiterhin nicht geschlagen. Jule Seegräber traf einen weiteren Dreier zum 73:66 und hielt ihr Team damit im Spiel.
Immer wieder war es jedoch Jenas US-Amerikanerin Jada Smith, die mit wichtigen Aktionen antwortete und den Vorsprung der Gastgeberinnen verteidigte. Ein erfolgreicher Dreier von Laura Funk zum 75:69 brachte die Baskets erneut näher heran. Drei Minuten vor dem Ende verkürzte Paula Süßmann auf 77:71, ein weiterer erfolgreicher Freiwurf sorgte sogar für den Anschluss zum 77:72.
Rund 30 Sekunden vor dem Ende bot sich Elisa Hummel die große Chance, die Baskets mit zwei Freiwürfen noch näher heranzubringen. Doch beide Würfe verfehlten ihr Ziel. Auch in der Schlussphase fehlte den Gästen damit das nötige Quäntchen Glück. Zahlreiche Ballverluste in Form von Schrittfehlern und weitere technische Fehlern der Baskets hatten es Jena zuvor immer wieder ermöglicht, zu zusätzlichen Angriffen zu kommen. Am Ende mussten sich die Rhein-Main Baskets im Kellerduell mit 76:82 geschlagen geben.
Auf Jenaer Seite war Jada Smith die überragende Akteurin des Abends. Mit 32 Punkten und elf Rebounds dominierte sie die Partie und war für die Baskets kaum zu kontrollieren.
Bei den Rhein-Main Baskets war Paula Süßmann mit 20 Punkten und 14 Rebounds die erfolgreichste Spielerin. Auch Jule Seegräber mit 15 Punkten und Marlen Weber mit 11 Punkten trugen zur Ausbeute bei. Elisa Hummel überzeugte insbesondere unter den Körben und sammelte starke 14 Rebounds, zu denen sie acht Punkte beisteuerte.
Trotz der kämpferischen Aufholjagd bleibt unter dem Strich eine enttäuschende Niederlage. Die offensive Ausbeute war erneut zu schwach, zu viele eigene Fehler und Fehlentscheidungen verhinderten einen möglichen Erfolg. Vor allem die anfänglichen Probleme in der Verteidigung machten es den Baskets schwer, von Beginn an auf Augenhöhe zu agieren. Gerade in einem so wichtigen direkten Duell hätte es über die gesamte Spielzeit mehr Konsequenz und Sicherheit gebraucht.
Nun gilt es, den Blick nach vorne zu richten und weiter hart zu arbeiten. Am kommenden Samstag empfangen die Rhein-Main Baskets den TSV Grünberg zum nächsten Heimspiel. Tip-off ist um 16:00 Uhr im Sportpark Oberlinden in Langen. Langsam wird es Zeit für eine Reaktion und den ersten Saisonsieg. Dafür brauchen die Baskets auch die Unterstützung von den Rängen. Die Mannschaft hofft auf zahlreiche Fans, die sie in dieser schwierigen Phase lautstark unterstützen!

