Wechselhaftes Spiel zum Saisonauftakt
Endlich wieder Bundesliga-Basketball im Sportpark Oberlinden: Zum ersten Spieltag der neuen Saison empfingen die Rhein-Main Baskets den ASC Theresianum Mainz – und die Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten gleich zum Auftakt für einen würdigen Rahmen. Die Halle war voll, die Stimmung bestens und die Vorfreude auf die Rückkehr in die 2. Damen-Basketball-Bundesliga deutlich zu spüren.
Nach einer Saison in der Regionalliga sind die Rhein-Main Baskets zurück auf der bundesweiten Bühne. Entsprechend besonders war dieses erste Ligaspiel der neuen Saison. Für die Baskets beginnt mit der Rückkehr in die 2. DBBL zugleich ein sportlicher Neuanfang. An der Seitenlinie trägt seit dieser Saison Domi Feric die Verantwortung. Er hat ein junges Team übernommen, das sich nun Schritt für Schritt auf dem höheren Niveau der 2. Bundesliga einfinden muss.
Erschwert wird dieser Prozess momentan durch den verletzungsbedingten Ausfall von Johanna Kirchner. Die Centerspielerin fehlte den Baskets zum Saisonauftakt und damit eine wichtige Präsenz unter dem Korb.
Sportlich begann die Partie zunächst ausgeglichen. Auf Seiten der Rhein-Main Baskets setzte vor allem Marlen Weber früh Akzente und übernahm Verantwortung. Sie erzielte die ersten acht Punkte ihres Teams und hielt die Gastgeberinnen damit in der Anfangsphase im Spiel.
Auf Mainzer Seite zeigte sich allerdings früh, dass Selma Yesilova an diesem Abend eine Schlüsselrolle übernehmen würde. Sie trug ihre Mannschaft über weite Strecken der Partie, traf sowohl aus der Distanz als auch innerhalb der Dreierlinie und stellte die Baskets-Defense immer wieder vor große Probleme. Bereits im ersten Viertel wurde deutlich, wie schwer sie zu kontrollieren war. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts traf Monika Wotzlaw noch einmal von jenseits der Dreierlinie. So gingen die Gäste aus Mainz mit einer 27:15-Führung in das zweite Viertel.
Der zweite Abschnitt verlief aus Sicht der Rhein-Main Baskets deutlich schwieriger. Offensiv fanden die Gastgeberinnen kaum noch ihren Rhythmus und agierten phasenweise zu zurückhaltend. Gleichzeitig bekam die Defensive den Mainzer Angriff nicht konsequent genug gestoppt. Gerade einmal drei Punkte gelangen den Baskets in diesem Viertel, während Mainz weitere 15 Zähler erzielte. Erneut war es vor allem Selma Yesilova, die dem Spiel ihren Stempel aufdrückte.
Nach der Pause zeigte sich jedoch ein ganz anderes Bild. Coach Domi Feric hatte in der Kabine offenbar die richtigen Worte gefunden. Die Baskets kamen mit deutlich mehr Energie zurück aufs Feld, bewegten den Ball besser und versuchten, über geschlossenes Teamspiel wieder Zugriff auf die Partie zu bekommen. Schritt für Schritt kämpfte sich Rhein-Main heran. Sowohl defensiv als auch offensiv trat das Team nun entschlossener auf und belohnte sich mit einem starken dritten Viertel. Mit 17:8 ging dieser Abschnitt, angeführt von einer starken Moni Wotzlaw, an die Gastgeberinnen – ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Mannschaft trotz des großen Rückstands nicht aufgeben wollte.
Auch im letzten Viertel bäumten sich die Rhein-Main Baskets immer wieder auf. Mehrfach war zu spüren, dass das Team noch einmal alles investieren wollte, um die Partie enger zu gestalten. Allerdings hatten die Mainzerinnen auf viele dieser Phasen die passende Antwort und verhinderten, dass der Rückstand entscheidend verkürzt werden konnte. Mit zunehmender Spieldauer machte sich bei den Baskets zudem bemerkbar, dass die Aufholjagd viel Kraft gekostet hatte. Dennoch blieb das Schlussviertel mit 18:19 nahezu ausgeglichen. Am Ende mussten sich die Rhein-Main Baskets dem ASC Mainz mit 53:69 geschlagen geben.
Trotz der Niederlage zeigte insbesondere die Reaktion nach der Halbzeit, welches Potenzial in der jungen Mannschaft steckt. Nach einem schwierigen zweiten Viertel fanden die Baskets zurück ins Spiel, kämpften als Team und entschieden den dritten Abschnitt überzeugend für sich.
Für den neuen Coach Domi Feric und seine Mannschaft bleiben damit zum Saisonauftakt einige wichtige Erkenntnisse. Nach dem Aufstieg ist allen bewusst, dass noch viel Arbeit auf das Team zukommt.
Kommendes Wochenende empfangen die Baskets die KB Sharks Würzburg zum zweiten Heimspiel. Tip-Off ist um 16:00 Uhr im Sportpark Oberlinden.

