Rhein-Main Baskets –  Sharks Würzburg 52:53 (14:13, 9:12; 16:18, 13:10)

Im Heimspiel konnten die Rhein-Main Baskets gegen einen ebenfalls indisponierten Gegner nicht glänzen. Hinter ihnen lag eine Woche ohne vernünftiges Training. „Nicht einmal hatten wir wenigstens zehn Spielerinnen im Training. Anja war verletzt, Nelli ebenfalls, Anna und Lyndi waren krank. Es war wir verhext.“ So war Coach Peter Kortmann über die unausgeglichene Leistung seines Teams auch nicht wirklich verwundert.

Aber es begann gut. Pia Dietrich verwandelte im ersten Viertel gleich drei ihrer insgesamt fünf Dreier. Doch die Freude währte nicht lange. Im 2. Viertel überboten sich beide Teams in Fehlpässen und Fehlwürfen. Nur so ist es zu erklären, dass die Baskets nicht den Anschluss verloren. Schon jetzt zeichnete sich ab, dass die Gäste beim Rebound überlegen waren, obwohl ihre Centerinnen Riess und Zipser trotz ihres Gardemasses von 1 ,90 Meter noch gar nicht so richtig in Gang gekommen waren. So führten die Gäste nach korbarmen 2. Viertel zur Halbzeit mit 23:25.


Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel weiterhin geprägt von vielen Fehlern. Zwar verteidigten jetzt beide Teams aggressiv übers ganze Feld, konnten sie auch; denn bis zum Seitenwechsel hatten die zurückhaltenden Schiris nur drei Fouls für die Baskets und auch nur acht bei den Sharks gepfiffen. Da war klar: Aggressive Defense sieht anders aus.

Die Gäste setzten sich jetzt bis auf 28:37 (27. Min.) ab, hatten in  der unermüdlichen Stephanie Kleysen ihre Antreiberin und gefährlichste Offense-Spielerin. Doch nach dem 28:37 waren auch die Baskets wieder im Spiel. Pia Dietrich kämpfte unermüdlich. Sie sowie Monika Wotzlaw und Verena Willmes warfen ihr Team bis zur 36. Minute auf 49:49 heran. Und wieder war alles offen.

In den letzten vier Minuten traf Anja Stupar einen Freiwurf (von zwei) zur 50:49-Führung.Nach Konter von Franziska Kirchhoff traf die an diesem Tag sehr zurückhaltend auftretende Elisabeth Dzirma zum 52:51. Sie war es auch, die nach erneutem Gäste-Treffer zum 52:53 zwei Sekunden vor dem Ende den Siegkorb auf der Hand hatte, als sie aus drei Meter frei zum Sprungwurf ansetzte. Doch der Wurf war zu kurz und das Spiel war erneut knapp verloren.

Es hätte wie in Bad Homburg auch umgekehrt ausgehen können, hat es aber nicht. Hauptursache ist die momentane Trainingssituation. Zu viele Spielerinnen müssen sich unter der Woche schonen, damit sie angesichts von Verletzungen am Wochenende einsatzfähig sind. Da fehlt die Nachrückerin Lyndi Laborn schmerzhaft, für die bisher trotz engagierten Bemühens der Verantwortlichen die formalen Voraussetzungen für den Ersteinsatz noch nicht vorliegen.

So wird es auch am nächsten Spieltag in Speyer ein schwerer Gang für die Baskets und von den Abstiegsrängen sind sie mit drei Siegen und nun schon vier Niederlagen auch nicht mehr weit entfernt.

Es spielten für die Baskets: Pia Dietrich (22, 5 Dreier, 5 Reb., 2 Ass., 2 Steals), Monika Wotzlaw (7, 2 Reb.), Nelli Dietrich (2, 2 Reb., 2 Ass.), Francis Pieczynski (1, 3 Reb., 2 Blocks), Verena Wilmes (7, 1 Dreier, 2 Steals), Miriam Lincoln, Elisabeth Dzrima (7, 4 Reb., 2 Ass., 4 Steals), Jule Seegräber (n.e.), Jasmin Weyell, Anja Stupar (6, 7 Reb., 3 Ass., 3 Steals).