Rhein-Main Baskets – ASC Mainz  99:71 (27:15, 21:14; 26:22, 25:20)

Eigentlich wollten die Rhein-Main Baskets gegen Mainz vor allem den direkten Vergleich gewinnen. Dass es nach der 81:84-Hinspiel-Niederlage am 8. Februar in der gut gefüllten Georg-Sehring-Halle ganz anders kam, lag schlichtweg an der Spiellaune des Baskets-Teams.

Schon im 1. Viertel glänzten sie mit aggressiver Verteidigung und guter Trefferquote sowohl von außen als vor allem auch am Korb. Neben Jamie Hutcheson war vor allem auch Jasmin Weyell nicht zu stoppen, verwandelte erneut einen Dreier, was bisher nicht zu ihren Spezialitäten gehörte. Aber auch Pia Dietrich, Melina Karavassilis und Miriam Lincoln zeigten sich treffsicher. Schnell lagen die Gäste deutlich zurück (38:21 in der 15. Min.).

Bis zum Seitenwechsel erhöhten die Baskets auf 48:29. Nach der Pause schlossen sie manchmal etwas überhastet ab, konnten aber alle Offense-Fehler durch ihre kosequente Defense wieder ausgleichen. Im 3. Viertel war es vor allem Jule Seegräber, die mit ihrem Aufbauspiel und gleich drei erfolgreichen Dreiern Akzente setzte. Zu dem Zeitpunkt saß Pia Dietrich mit einer (hoffentlich leichten) Schulterverletzung bereits auf der Bank. Mainz konnte zwar nicht mehr dranbleiben, verwandelte aber hochprozentig zahlreiche Freiwürfe. Am Ende waren es 26 von 31, also 84 Prozent. Aber auch als Jamie Hutcheson längst wegen hoher Foul-Belastung aussetzen mußte, waren die Baskets nicht mehr zu bremsen. Vor allem Jasmin Weyell, Alica Köhler und Melina Karavassilis überrannten die Gäste immer wieder mit Fastbreaks.

Als es in der 36. Minute 89:58 für die Baskets stand, forderte der Hallensprecher schon den „Hunderter“. Am Ende blieb es vor stehenden Zuschauern beim überragenden 99:71. Damit war natürlich auch der direkte Vergleich gesichert.

Mit siegen Siegen bei neun Niederlagen sind die Baskets jetzt auf Rang sechs vorgerückt. Ein Play-Off-Platz scheint sicherer denn je zuvor. Wenn sich das Team so weiter entwickelt, wird es immer unberechenbarer und die Baskets-Fans können sich auf weitere schöne Spiele freuen. Heimspiele gibt es zunächst noch am 22.2. gegen Speyer (in Langen) und am 8.3. gegen München (in Hofheim).

Es spielten: Pia Dietrich (5, 1 Dreier, 3 Ass.), Monika Wotzlaw (2 Ass.), Paula Süssmann (9, 10 Reb., 3 Ass., 1 Block), Jule Seegräber (16, 4 Dreier, 2 Reb., 2 Ass., 2 Steals, 1 Block), Alica Köhler (4, 1 Block), Miriam Lincoln (6, 1 Dreier, 5 Reb. 2 Ass. 6 Steals), Jamie Hutcheson (26, 4 Dreier, 14 Reb., 6 Ass.), Melina Karavassilis (15, 2 Dreier, 9 Reb., 2 Ass., 3 Steals, 1 Block), Jasmin Weyell (18, 1 Dreier, 9 Reb., 5 Ass.,2 Steals).